A u f g a b e n b e s c h r e i b u n g

Der Arbeitskreis vermittelt Wissen zur fachspezifischen urologischen Rehabilitation und Prävention bei Patienten mit unterschiedlichsten urologischen und nephrologischen Erkrankungen. Im Rahmen der Qualitätssicherung medizinischer Maßnahmen erarbeitet der Arbeitskreis Leitlinien zur fachspezifischen urologischen Rehabilitation von Patienten mit onkologischen Erkrankungen, mit urologischen Infektionserkrankungen, bei Harnsteinleiden, nach operativen Eingriffen am Harntrakt und Patienten mit nicht - urologischen Grunderkrankungen.
Die einzelnen Inhalte werden im Folgenden dargestellt:

Mediko – physikalische Medizin und Balneologie

Individuell verordnete physiotherapeutische und balneologische Anwendungen sind in der Lage, postoperative Funktionsstörungen zu lindern und eine Immunmodulation des abwehrgeschwächten Patienten zu bewirken. Die betreuenden Physiotherapeuten und medizinischen Bademeister bzw. Masseure bedürfen jedoch einer speziellen urologischen Erfahrung um diesem Anspruch gerecht zu werden. Der Arbeitskreis bietet Fortbildungen und Möglichkeiten zur Hospitation an.

Vermittlung von Bewältigungsstrategien

Die Vermittlung von Bewältigungsstrategien zur Überwindung der Folgen chronischer Erkrankungen und operativer oder medikamentöser Therapien ist ein wichtiger Aspekt der Rehabilitation. Die individuelle psychische und soziale Situation  des Patienten muss dabei berücksichtigt werden. Der mit dem urologischen Krankheitsbild vertraute Psychologe sollte Hilfestellung zur Bewältigung des Krankheitsgeschehens und hierdurch aufgebrochener Lebenskonflikte geben und mögliche individuelle Resourcen im Rahmen der Konfliktbewältigung erkennen können.

Schulungsprogramme für Patienten und Angehörige

Schulungsprogramme beinhalten Information und Motivation des Patienten, sowie Arzt-Patienten-Gespräche oder sie finden als Gesprächskreise statt. Sie können diagnose-, organ- und funktionsspezifisch orientiert oder indikationsübergreifend ausgerichtet sein.  Sie sollten auf die speziellen Erfordernisse des Patienten abgestimmt sein und informieren über Krankheitsbilder, Therapieoptionen und Präventionsmöglichkeiten. Wesentliche Bedeutung kommt auch der Schulung von Angehörigen und des den Patienten betreuenden Assistenzpersonals zu.

Sozialmedizinische Leistungsbeurteilung

Durch die fachspezifische urologische Rehabilitationsmaßnahme soll der Patient familiär, häuslich und, sofern erforderlich, auch beruflich reintegriert werden. Die sozialmedizinische Leistungsbeurteilung bewertet die individuelle Leistungsfähigkeit der häufig multimorbiden Patienten unter Berücksichtigung aktueller gesetzlicher Bestimmungen.